News vom Life+ Projekt Untere March-Auen

Hier finden Sie alle Informationen und Presseaussendungen rund um das LIFE+ Projekt Untere March-Auen. Ältere Beiträge finden Sie, nachdem Sie die Jahreszahl ausgewählt haben.

Presseinformation

Samstag, 12. Mai 2018

Exkursion zu den neuen Seitenarmen

Am Samstag den 12. Mai 2018 fand eine Exkursion zu den neuen Seitenarmen der March statt. An der vom Storchenhaus Marchegg organisierten Veranstaltung nahmen 16 Personen teil. Geleitet wurde die Exkursion von Michael Stelzhammer (WWF Österreich) und Franz Steiner (viadonau).


Bei sommerlichen Wetter startete die Veranstaltung beim Storchenhaus in Marchegg mit einer Projektvorstellung und Übersicht über die Maßnahmen. Anschließend wurden die neuen Seitenarme „Wolfsseeinsel“, „Alter Zipf“ und der neue Mündungslauf des Stempfelbachs besichtigt.


Im Stempfelbach wurde eingehend die heimischen Muschelwelt beobachtet und das eigens dafür vorgesehene Monitoring vorgestellt. Die Teilnehmer waren begeistert von den Maßnahmen „vor ihrer Haustür“.





Presseinformation

Freitag, 27. April 2018

Ein Naturjuwel lebt auf – Erste Seitenarme durch das Life-Projekt an den Unteren March-Auen fertiggestellt

Die March erhält Zuwachs. Dafür sorgt seit Herbst 2017 das große LIFE+-Projekt Renaturierung Untere March-Auen der Europäischen Union. Exakt 5,3 Kilometer Nebenarme, die einst durch die Regulierung abgetrennt waren, werden nun wieder vom Marchwasser durchströmt und bilden so eine einzigartige Flusslandschaft. Für den Stempfelbach und den Zapfengraben – zwei Zubringer der March – wurden sogar neue Mündungsbereiche gestaltet. Nachdem die Arbeiten im März 2018 abgeschlossen wurden, sollen ab August 2018 noch weitere Maßnahmen folgen. Mit einem Inselfest im Sommer 2019 feiert das LIFE+-Projekt Untere March-Auen schließlich den Abschluss der Baumaßnahmen. Verantwortlich für die Umsetzung des Projekts ist die österreichische Wasserstraßen-Gesellschaft viadonau.


LIFE+ Renaturierung Untere March-Auen verbindet mehr als 5 Kilometer neue Seitenarme wieder mit der March
Die March und deren charakteristische Auwälder sind Mitteleuropas größte zusammenhängende und ökologisch wertvollste Auenlandschaft. In diesem idyllischen Naturraum herrschte in den letzten Monaten reger Baubetrieb. Ab September 2017 gingen im Gemeindegebiet von Engelhartstetten und Marchegg nämlich die Bagger ans Werk. Zahlreiche LKW-Fuhren waren nötig, um die Wasserbausteine, die im Zuge der Regulierung die March in ein fixes Korsett zwängten, gezielt zu entfernen. Die im Laufe der Jahrzehnte verlandeten Seitenarme wurden wieder ausgebaggert und das Erdmaterial wurde örtlich umgelagert bzw. aus dem Hochwasserabflussbereich entfernt. Ebenso wurden Brücken über die neuen Seitenarme errichtet. Dabei trotzten die Arbeiten den späten aber empfindlichen Wintereinbrüchen im Februar. Selbst Tagestemperaturen von unter -5° Celsius über mehrere Tage und das beeindruckende Eistreiben an der March konnten die Arbeiten kaum bremsen.


Im März konnte die erste Bauphase der Wasserbaumaßnahmen des Life+-Projekts Untere March-Auen von viadonau erfolgreich abgeschlossen werden.


„Mit dem Engagement der LIFE+-Projektpartner an der March bekommt der Fluss seine ursprünglichen Lebensräume zurück – davon profitieren Mensch und Natur gleichermaßen. Das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie nimmt dafür rund zwei Millionen Euro in die Hand und hilft dabei, die wertvollen Naturhabitate und Lebensräume für kommende Generationen zu schützen“, sagt Norbert Hofer, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie.


LH-Stellvertreter NÖ Stephan Pernkopf macht auf den unschätzbaren Mehrwert von Renaturierungsprojekten aufmerksam: „LIFE+ Untere March-Auen ist einmal mehr ein starkes Signal und klares Bekenntnis für die Rückkehr der Natur an unsere Flüsse. Diesen Weg gilt es konsequent fortzusetzen, denn die Renaturierung von Flüssen hilft im Hochwasserfall, gibt seltenen Tier- und Pflanzenarten wieder Lebensraum und ermöglicht vielfältige Naherholungsräume für die Menschen.“


Da die March auch Grenzfluss zwischen Österreich und der Slowakei ist, wurden alle Vorhaben am Fluss mit den slowakischen Kolleginnen und Kollegen abgestimmt. Weitere wasserbauliche Maßnahmen sind bereits in Planung und sollen ab August 2018 umgesetzt werden.


„Die Anbindung eines Altarms in Angern 2015 war als erste Seitenarmanbindung seit der Regulierung der March ein echter Meilenstein, mit dem die Renaturierung des Flusses eingeleitet wurde. Heute können wir stolz darauf sein, dass wir diesen Weg weitergegangen sind und fokussiert weitergehen. Mit der Arbeit im LIFE-Projekt Untere March-Auen schaffen wir neue Lebensräume für eine einzigartige Flussnatur – allen voran für Fische und andere Gewässerorganismen – und beziehen dabei zugleich immer auch den Hochwasserschutz mit ein“, betont Hans-Peter Hasenbichler, Geschäftsführer von viadonau.


Folgende Wasserbaumaßnahmen wurden im Rahmen von LIFE+ Renaturierung Untere March-Auen erfolgreich umgesetzt:

  • Herstellung von zwei Nebenarmen im Mündungsbereich der March (Flusskilometer 0,0 bis 1,7; ca. 1,3 Kilometer neue durchströmte Fließgewässer)
  • Gestaltung des verschleppten Mündungsverlaufes des Stempfelbaches (March Flusskilometer 1,5 und 2,2; ca. 1,0 Kilometer neues Fließgewässer)
  • Anbindung des Altarms „Alter Zipf“ (March Flusskilometer 8,3 bis 9,9; ca. 1,8 Kilometer neues durchströmtes Fließgewässer)
  • Anbindung zweier Seitenarme bei der „Wolfsinsel“ (March Flusskilometer 10,2 bis 11,3; ca. 1,2 Kilometer neue durchströmte Fließgewässer)

Ab August 2018 sollen unter anderem noch folgende Maßnahmen umgesetzt werden:

  • Anbindung eines Seitenarms der „Langen Luss“ (March Flusskilometer 5,0 bis 7,0; ca. 2,0 Kilometer neues durchströmtes Fließgewässer)
  • Verbesserung der Durchgängigkeit des Maritz-Gewässersystems (March Flusskilometer 15,1 bis 24,4; Verbesserung der Fluss-Au Konnektivität)

Neben den Renaturierungsarbeiten finden noch weitere Projekte im Vorland statt. Dabei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Wasserbau und Ökologie wesentlich, denn jede Tierart hat andere Ansprüche und benötigt daher unterschiedliche Lebensräume. viadonau setzt dabei auf die Zusammenarbeit mit dem WWF Österreich und dem Niederösterreichischen Landesfischereiverband.


Flussregulierung und Intensivierung der Landwirtschaft haben den einzigartigen March-Thaya-Auen in den vergangenen Jahrzehnten stark zugesetzt. „Umso erfreulicher, dass wir im Zuge des Life-Projekts mehr als 12 Hektar Ackerflächen wieder in wertvolle Feuchtwiese umwandeln. Neue Lebensräume für viele gefährdete Arten schaffen auch die Konik-Pferde, die auf 80 Hektar die Aulandschaft naturnah pflegen“, freut sich Andrea Johanides, Geschäftsführerin des WWF Österreich.


Auch der Landesfischermeister des NÖ Landesfischereiverbands Karl Gravogl freut sich über die bisherigen Erfolge des Projekts: „Mit der Wieder-Anbindung der Seitenarme an die March, können die Fische nun endlich wieder vom Hauptfluss in die Nebenarme zum Laichen wandern. Das schafft wieder mehr natürlichen Lebensraum und stärkt die Fischpopulation. Das kommt letztendlich nicht nur den Fischen, sondern auch den Fischern zugute. Am 21. April war „World Fish Migration Day” – der weltweite Tag der Fischwanderung soll Bewusstsein für die Ansprüche der Fische schaffen und das Life Projekt ist ein gutes Beispiel dafür, wie die Situation verbessert werden kann.“


Neben der finanziellen Unterstützung durch die EU beteiligen sich auch das Land Niederösterreich, das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus sowie die Österreichische Fischereigesellschaft, gegr. 1880.





Der Seitenarm „Alter Zipf“ wird wieder durchflossen, Foto: © viadonau/CCC-Film


News

Dienstag, 18. April 2018

Delegation aus Slowenien besichtigt neue Seitenarme

Am 6. April besichtigte eine Delegation aus Slowenien Untere March-Auen.

Dabei standen zum einen die Life-Maßnahmen in der Au, wie die Ganzjahresbeweidung mit Konik-Pferden im WWF Auenreservat Marchegg, zum anderen die wieder-angebundenen Seitenarme an der March südlich von Marchegg im Fokus des Interesses.

Günther Schattauer von viadonau sowie Michael Stelzhammer und Gerhard Neuhauser seitens des WWF stellten den 14 Besuchern des INTERREG-Projektes „coop MDD“ mit Vertretern des Ministeriums, des Naturschutz Instituts Slowenien und verschiedenen Stakeholdern die Projektarbeiten vor.





Delegation mit Mitgliedern aus 13 Ländern besucht Life Projekt

Am 16. April besuchten 34 Teilnehmer aus 13 Ländern (Marokko, Ägypten, Jordanien, Griechenland, Palästina, Algerien, Libanon, Libyen, Tunesien, Frankreich, Belgien, Israel und Österreich) die viadonau in Angern und informierten sich über das Life+ Projekt. Organisiert wurde der Projektbesuch im Rahmen des von der EU geförderten Regionalen Technischen Assistenz Programms Sustainable Water Integrated Management (SWIM). Gerhard Kusebauch und Franz Steiner von viadonau informierten die Teilnehmer über technische und organisatorische Herausforderungen des Projekts.



News

Montag, 19. März 2018

Neuer Videobeitrag zu den Wasserbaumaßnahmen!

Vom WWF Österreich wurde ein Videobeitrag zu dem Stand der Arbeiten erstellt, die Aufnahmen sind noch vor der Fertigstellung der Seitenarme erfolgt. Viel Spass beim Schauen.


News

Dienstag, 13. März 2018

Altarme angebunden!

Es ist so weit. Nach intensiven Arbeiten konnte das Altarmsystem im Mündungsbereich samt der neuen Stempfelbachmündung fertiggestellt werden. Der Seitenarm „Alter Zipf“ wird seit 7. März durchströmt. Bei dem Seitenarm „Wolfsseeinsel“ konnte die Brücke aus Wellstahl fertig gestellt werden und der Seitenarm wird seit 12. März durchströmt. In den nächsten Tagen finden noch Restarbeiten statt und danach ist die 1. Bauphase der Wasserbaumaßnahmen des Life Projekts abgeschlossen.




Ab August 2018 werden die Arbeiten für die Wasserbaumaßnahmen fortgesetzt.



News

Montag, 5. März 2018

Eisige Verhältnisse auf der March!

Der Februar endete mit tiefen Temperaturen. Tagestemperaturen unter -5° Celsius über eine Woche führten zu einem beeindruckendem Eistreiben an der March und vollständig zugefroren neuen Seitenarmen.




Die Bauarbeiten haben jetzt richtig Fahrt aufgenommen. Die gefrorenen Böden und niedrigen Wasserstände der March und Donau sind ideale Baubedingungen. Bis zu fünf Bagger arbeiten parallel an der Fertigstellung der Seitenarme. Im Bereich der Wolfsinsel wird eine Wellstahlbrücke montiert. Die Fundamentierung dieser wird mit Holzpiloten stabilisiert. Im Bereich vom Alten Zipf werden neben der Herstellung des Einlaufbereichs auch aus dem bestehenden Gerinne Anlandungen entfernt. Im Mündungsbereich im Gemeindegebiet Engelhartstetten erfolgt die Anbindung der neuen Stempfelbachmündung.
Bis Ende März kann noch gearbeitet werden, danach werden die Bauarbeiten bis Herbst 2018 eingestellt.




News

Freitag, 16. Februar 2018

Baumaßnahmen schreiten voran!

Mitte Jänner konnten die Arbeiten an den Wasserbaumaßnahmen wieder aufgenommen werden. Derzeit wird vor allem an dem neuen Seitenarm im Bereich Alter Zipf gearbeitet. Die bereits letztes Jahr fertiggestellte Brücke hat ein Geländer bekommen. Dieses Geländer kann im Hochwasserfall umgeklappt werden, damit es kein Hindernis darstellt und auch nicht beschädigt wird.
Aufgrund der hohen Wasserführung wurden die Aushubarbeiten vom Einlaufbereich auf den Auslaufbereich des Alten Zipfs verlegt.




Der Wolfsinselarm ist bereits fast zur Gänze hergestellt. Einzig ein 50m breiter Bereich in dem die zukünftige Brücke über den neuen Seitenarm kommt steht noch bevor.



News

Dienstag, 9. Jänner 2018

Derzeit keine Bauarbeiten!

Aufgrund der aktuellen hohen Wasserstände der Donau und der March finden derzeit keine Bauarbeiten statt. Vor Weihnachten konnte jedoch noch das Tragwerk der neuen Brücke über den Alten Zipf fertig gestellt werden.




Sobald die Witterung es zulässt werden die Bauarbeiten fortgesetzt. D.h. die Fertigstellung der Seitenarme bei der Wolfsinsel, dem Alten Zipf und im Mündungsbereich. Auch die Maßnahmen im Bereich der Maritz sollen dann starten!